Für einen Workshop beim DLC-Jahresimpuls wollte ich Personas erstellen: Menschen aus Schleswig-Holstein, die potenziell im Digital Learning Campus lernen könnten. Die Berufe standen fest, die Bilder ließ ich mit ChatGPT generieren. Namen und persönlichen Kontext wollte ich anschließend ergänzen.

Menschen mit verschiedenen Berufen, generiert mit ChatGPT
Ich hatte nach Personen in unterschiedlichen Berufen gefragt. In meinem Kopf waren das auch unterschiedliche Menschen. Auf dem Bild sah ich dann vor allem weiße Menschen um die 30, einzig eine ältere Frau, die etwas aus dem Raster fiel. Immerhin hatten 3 Personen davon Brillen auf. Das fiel mir sofort auf: Unterschiedliche Berufe ergeben offenbar noch lange keine vielfältige Gruppe.
Also noch eine Runde: Bitte mehr Vielfalt hinsichtlich Alter, Hautfarbe und Körperformen.

Vielfältige Menschen mit verschiedenen Berufen, generiert mit ChatGPT
Die zweite Grafik gefällt mir deutlich besser. Vor allem die unterschiedlichen Körperformen machen die Menschen für mich sympathischer. Sie wirken weniger perfekt, weniger nach Hochglanz und näher an den Menschen, denen ich im Alltag begegne. Ich kann mir vorstellen, dass sich davon auch mehr Menschen angesprochen fühlen.
Dabei hat die zweite Version weiterhin Schwächen. Sichtbare Behinderungen fehlen beispielsweise ganz. Gleichzeitig sieht die Gruppe schon ziemlich gewollt divers aus (und das wäre sogar noch schlimmer, wenn man sichtbare Behinderungen integrieren würde). Diesen Eindruck kenne ich auch von Stockfotos: Man erkennt förmlich den Auftrag, jetzt bitte Vielfalt abzubilden. Wie bekommt man unterschiedliche Menschen ins Bild, ohne dass die Zusammenstellung wie eine abgearbeitete Checkliste wirkt?
Eine fertige Antwort habe ich darauf nicht. Für unseren Workshop finde ich die zweite Grafik trotzdem hilfreicher. Die Personas sollen uns dabei unterstützen, unterschiedliche potenziell Lernende mitzudenken: ihre Lebenssituationen, Interessen und Möglichkeiten, die Angebote des DLC zu nutzen. Die vielfältigere Darstellung erinnert zumindest daran, wie unterschiedlich diese Menschen sein können.
Für mich bleibt aus diesem kleinen Beispiel vor allem eine Erinnerung: Ich muss selbst daran denken und hinschauen. Dass ich unterschiedliche Menschen im Kopf habe, heißt noch nicht, dass sie auch im generierten Bild auftauchen. Und manchmal gefällt mir das Ergebnis nach dieser Korrektur auch einfach besser.
Vergleicht selbst:


Schreibe einen Kommentar